Im Wesentlichen entstanden aus der spät-80iger Rave- und der damit verbundenen Tanz-Szene, hat Gio-Goi sich als nicht gleich wieder verschwindender Modetrend bewiesen; nach nun mittlerweile 2 Jahrzehnten sind sie nach wie vor auf dem Vormarsch und topaktuell im Geschehen. Als Pete Doherty sich zu den Hochzeiten seiner Drogensucht in einem T-Shirt mit der Aufschrift drugFree ablichten ließ, blieb die Ironie des Fotos der Presse nicht lange verborgen. Selten fand eine Streetwear-Marke so viel Beachtung in der britischen Zeitungslandschaft wie Gio-Goi aus Manchester, als deren Designer vor zwei Jahren ankündigten, der Babyshambles-Sänger werde für sie modeln. Beim Konzert in einem Londoner Parkhaus wurde die Zusammenarbeit mit GioGio besiegelt. Für Gio-Goi - auf Vietnamesisch: Ruf des Windes- hätte der Zeitpunkt nicht besser sein können: Doherty, damals noch mit Kate Moss liiert, fütterte mit Exzessen die Schlagzeilen und trug - von Paparazzi unablässig dokumentiert - Shirts und Jacken mit dem Gio-Goi-Logo. Inzwischen zählen auch andere Brit-Rocker zu Fans des Labels: Amy Winehouse und Kasabian-Sänger Tom Meighan bewerben die Manchester-Mode. Liam Gallagher, die Arctic Monkeys, Robbie Williams und Fergie -Black Eyed Peas- tragen Gio-Goi ebenso wie James Bond Daniel Craig. Auf die Sprünge half der Marke die legendäre Plattenfirma Factory Records. Wie sie zehrt Gio-Goi vom Musik-Mythos der späten 80er- und frühen 90er-Jahre, als die nordenglische Arbeiterstadt Manchester Rave-Geschichte schrieb. Gio-Goi-Mitbegründer Anthony Donelly, der das Label 1988 mit seinem Bruder Christopher ins Leben rief, erinnert sich: Unsere Schwester arbeitete für Factory Records, wir hatten sehr gute Kontakte zu Top-Bands wie Joy Division oder den Happy Mondays. Die Donelly-Brüder kümmerten sich um das Merchandising der Factory-Bands - und entdeckten eine Marktlücke: Mode, mit der sich die Fans identifizieren konnten. Das Geschäft floriert zunächst, doch 1996 erlebt GioGio im umkämpften Streewear-Business ihr vorläufiges Ende. Als sich zehn Jahre später die alternative Musikszene Großbritanniens neu erfindet, lebt auch Gio-Goi wieder auf. Mit der diesjährigen Sommerkollektion feiern die Designer ihr 20-jähriges Modejubiläum. Das Rock-'n'-Roll-Element, die rebellische Seite unserer Marke, spricht die Leute an, glaubt Anthony Donelly, der sich selbst gern mit dem Hauch des Mythos umgibt. Christopher Donelly entwirft mit acht Designern die Kollektionen, Bruder Anthony ist für das Networking zuständig. Das Label verkauft inzwischen in ganz Europa. Den US-Markt, so hoffen die Donnelys, soll der britische Schauspieler Jonny Lee Miller als Werbegesicht aufrollen. Miller eignet sich als Aushängeschild für GioGoi in den Staaten freilich besser als Bad-Boy-Rocker Pete Doherty: Der darf wegen seiner Drogenvergehen bisher nicht in die USA einreisen. Das britische Streetwear Label Gio-Goi, aktuell gewählt zum Young fashion brand of the year, wurde nun zu einer der führenden Marken im Land gewählt und findet sich in der diesjährigen CoolBrandsList wieder. Durch eine jährlich statt findende Initiative wählt CoolBrands, mit Hilfe einer unabhängigen und freiwilligen Jury von Experten und natürlich den Konsumenten, die coolsten Marken Ihres Faches. Faktoren wie Style, Innovation, Originalität, Authentizität, Begehrtheit und Einzigartigkeit sind die wichtigsten Faktoren auf der Suche nach den Gewinnern für CoolBrands. Gio-Goi findet sich in Mitten hervorragender Gesellschaft wieder und platziert sich in einer Liste mit Marken wie z. B. Aston Martin, Agent Provocateur, iPhone und Rolex. Neue Produktlinien im Bereich Premium-Denim, Schuhen und Accessoires für Herbst/Winter 2008 und einer Sonnenbrillen-Kollektion für Frühjahr/Sommer 2009 sind erneute GioGoi Impulse auf dem Weg nach vorne. Mit einem Gio-Gio Promi-Event der während der London Fashion Week stattgefundenen hat, auf dem unter anderem Pete Doherty den Catwalk beschritt, bestätigt GioGoi sein einzigartiges Gespür Music und Fashion miteinander zu verlinken.